Vorschlag für ein Leitprojekt im Rahmen des regionalen Klimaschutzkonzepts der Wirtschaftsregion Augsburg A3. Eingereicht von:
Bei einem virtuellen Kraftwerk werden dezentrale Kraftwerke, idealerweise betrieben mit erneuerbaren Energien, und Energiespeicher so zusammengeschaltet, dass sie kontinuierlich die Stromversorgung gewährleisten können. Unterstützt wird dies durch intelligentes Lastmanangement, das flexible elektrische Verbraucher an- und ausschaltet, je nachdem wie es für die aktuelle Stromproduktion sinnvoll ist. Ziel ist es mit dem virtuellen Kraftwerk die verschiedenen erneuerbaren Energiequellen so zu nutzen, dass der variable Anteil so weit gepuffert werden kann, dass der Strom aus den fluktuierenden Solar- und Windanlagen auch zur Sicherung der Grundlast genutzt werden.
Das “Virtuelle Kraftwerk Lechfeld“ ist aktuell ein Modell, das sich auf den südlichen Landkreis Augsburg konzentriert und drei Themenkomplexe beinhaltet:
Um als Leitprojekt im Rahmen des regionalen Klimaschutzkonzepts der Wirtschaftsregion Augsburg A3 teilzunehmen, werden Teilprojekte herausgegriffen und realisiert.
Mit dem virtuellen Kraftwerk Lechfeld soll die Stromversorgung mit erneuerbaren Energien, in einem regional überschaubaren Bereich sichergestellt werden. Dazu sollen Produktion, Speicherung und Verbrauch von Strom aufeinander abgestimmt werden um die Fluktuation zu kompensieren.
Durch die dezentrale Struktur, bei der Kraftwerke und Stromspeicher nahe bei den Verbrauchern sind, wird das Übertragungsnetz entlastet, weil bei Stromüberschuss bzw. -senken kein Transfer zu/von entfernten Pumpspeicher notwendig ist.
Hybridkraftwerke, die als Insellösungen die Erzeugung und Speicherung von Strom unmittelbar kombinieren, wird auch das Verteilnetz entlastet, da Leistungsspitzen nicht über die Anbindung abgeführt werden müssen.
Die fluktuierende Stromeinspeisung von Photovoltaik und Windkraft wird durch die Energiespeicherung regelbar.
Mit der Produktion von EE-Gas (Methanisierung) und seiner Einspeisung ins Erdgasnetz wird ein Energieträger zur Verfügung gestellt, der in Haushalten und Betrieben rein thermisch eingesetzt und zudem für Ergasmobilität verwendet werden kann.
Mit dem Erdgasnetz und der Rückverstromung des EE-Gas in BHKW steht eine praktikable Langzeitspeicherlösung zur Verfügung, mit der Zeiten geringer EE-Stromproduktion überbrückt werden können.
Abhängig vom jeweiligen Teilprojekt ergeben sich unterschiedliche Kostenstrukturen. Bei der beschriebenen Insellösung aus PV-Dachanlage und Energiespeicher bewegt sich die Investitionssumme im Bereich von 2 Mio. Euro.