Landwirtschaft + Web 2.0

In der Septemberausgabe der dlz next erschien der Artikel „Auf ins Web 2.0“ von den Autoren Hendrik Haase und Michael Wenzl. In ihm wird ein Überblick gegeben, wie Landwirte Web 2.0 und Social Media nutzen können. Ergänzend zur gedruckten Fassung werden auf dieser Seite Ergänzungen zu dem Themenkomplex erscheinen, die helfen sollen sich im Web 2.0 zurecht zu finden. Ergänzungen (Bitte als Kommentar zu diesem Blog-Artikel) sind ausdrücklich erwünscht.

Beispiele

Nach der Theorie kommt die Praxis. Anregungen, wie man das Web 2.0 nutzen kann, holt man sich am besten bei denen, die es schon machen.

Praxisbeispiele aus dem Artikel

Peter Zens führt den Getrudenhof in Hürth und nutzt seine Facebook-Seite um mit Kunden, Verbraucher und Kollegen Informationen auszutauschen.

Die Niedersächsiche Landjugend twittert unter @Nds_Landjugend und veröffentlicht Informationen auf einer Facebook-Seite

Laura Kerkenpaß und Philipp Brühl betreiben mit Agrar-Vz ein soziales Netzwerk für Landwirte.

Weitere Beispiele

Jürgen Krenzer twittert als @rhoenschaf und schreibt ein Blog über sein Rhönschaf-Hotel »Krone«, zu dem auch eine Kelterei gehört

Martina Nachtsheim lebt und arbeitet auf dem Wegwartehof im Waldviertel. Im Blog berichtet sie über die Erlebnisse auf dem Hof, auf Twitter ist sie als @MNachtsheim zu finden.

Ruedi Baumann ist Landwirt und ehemaliger Schweizer Nationalrat. In seinem Auswandererblog schreibt er über seinen Betrieb, den er seit 2001 in Frankreich führt.

Das Bauernblog wird von der Juchem Gruppe betrieben, auf Twitter unter @Bauernblog vertreten und hat selbstverständlich auch eine Facebook-Seite Kopf und Herz der Web-2.0-Aktivitäten ist Andrea Juchem, sie ist Geschäftsführerin der Juchem Gruppe, ihr privates Blog ist Bachmichels Haus und auf Twitter schreibt sie als @Apfelmuse

Auf über_Land lässt Barbara Kanzian, wie selbst schreibt, „die Grenzen zwischen Stadt und Land verschwimmen“.

Für weitere Blogs, die sich mit dem Thema Landwirtschaft beschäftigen, lohnt sich ein Blick auf AgrarBlogs.net.

Communities

Auch die klassischen Webforen gehören zum sog. Web 2.0 und bieten die Möglichkeit sich mit anderen auszutauschen.

Medien

Bei vielen Agrarmedien geht so langsam der Zug in Richtung Web 2.0 ab.

Verbände

Wiki

Kampagnen

Interessante Konzepte

Blick über den Teich

Gemeinhin gelten die USA ja als Vorreiter was moderne Technik angeht und auch wenn das Internet in Amerika geboren wurde, heißt das noch lange nicht, dass dort schon jeder Landwirt im Web 2.0 zuhause ist. Aber es gibt interessante Entwicklungen, die vielleicht auch bald im deutschsprachigen Raum übernommen werden.

AgWired ist wenn man so will das Agrarblog schlechthin, das professionell von Chuck and Cindy Zimmerman geführt wird. Weitere amerkanische Agrarblogs sind in im Verzeichnis von AgWired aufgeführt.

Die Initiative AgChat will den Landwirten helfen sich mit Social Media mehr Gehör zu verschaffen und in den Kontakt mit den Konsumenten zu treten. Die Philosophie dahinter ist so einfach wie genial: „I have a story“, wie es in diesem Video erklärt wird:

Das Adobe Flash Plugin wird benötigt, um diesen Inhalt anzuzeigen.

Mike Haley twittert als @farmerhaley und führt ein Blog über seinen Betrieb.

Carrie Mess kommt aus der Stadt und hat einen Landwirt geheiratet, auf Twitter berichtet sie als @dairycarrie über ihr Leben und ihre Arbeit auf dem Hof.

Ray Prock twittert als @raylindairy und ist mit Blog und Facebook-Seite im Netz aktiv.

Die Brand Dairy Farm hat eine Facebook-Seite und ist auf Twitter als @BrandFarms zu finden.

Literatur

Online

Weblogs, Podcast & Co1) ist ein Ratgeber zum Umgang mit Weblogs und Podcasts der Landesanstalt für Medien in NRW und der Deutschen Medienakademie in Köln. Er enthält der u.a. eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man unter WordPress sein eigenes Blog erstellt.

Gedruckt

Das Internet ist voller guter Ratschläge und Anleitungen zum Thema Web 2.0, aber nicht jedem liegt es lange Texte am Bildschirm zu lesen und manchmal ist auch besser fern des Schreibtisches mit einem Thema zu beschäftigen. Hier ein paar Vorschläge für Bücher, die den Weg ins Web 2.0 ebnen.

Einen guten Einstieg ins Web 2.0 bietet Per Anhalter durch das Mitmach-Web: Publizieren im Web 2.0: Von Social Networks über Weblogs und Wikis zum eigenen Internet-Fernsehsender2). Darin beshreibt Jörg Kantel am Beispiel eines Hundesportvereins und einer Bürgerinitiative, wie man Inhalte ins Netz bekommt. In einfach nachzuvollziehenden Workshops geht es von der ersten eigenen Webseite bis zum Internet-TV-Kanal. Die Beispiele lassen sich leicht auf andere Themenbereiche übertragen und sind zum großen Teil ohne finanziellen Aufwand zu realisieren.

Für ambitioniertere Ziele im Bereich des Online-Journalismus, die über das Bewerben eigener Produkte hinausgeht, ist Weblogs, Podcasting und Online-Journalismus3) von Moritz Sauer zu empfehlen.

Bei Transparent und glaubwürdig. Das optimale Online Reputation Management für Unternehmen4) sollte man sich nicht vom Titel abschrecken lassen. Mit „Unternehmer“ richtet sich nur an große Firmen, sondern auch an vergleichsweise kleine Unternehmungen, wie Handwerks- und Familienbetriebe. Der Schwerpunkt des Buches liegt in der Öffentlichkeitsarbeit, dabei geht es weniger um die Technik, sondern viel mehr um die Philosophie, mit der man sich authentisch im Netz bewegt.

Wer schon seine ersten Schritte im Web 2.0 hinter sich hat und Marketing und PR nicht als lästige Pflicht ansieht, findet in PR im Social Web: Das Handbuch für Kommunikationsprofis5) und Social Media Marketing: Strategien für Twitter, Facebook & Co6) wertvolle Tipps.

Über die Autoren

Hendrik Haase

Dipl. Kommunikationsdesigner Hendrik Haase ist Blogger, Designer, Autor, Aktivist und kreativer Berater. Er arbeitet für Kunden aus den Bereichen Kultur, Lebensmittelhandwerk und Landwirtschaft. Er liebt ehrliche, handwerklich hergestellte Lebensmittel mit Geschichte und engagiert sich im Youth Food Movement, der Jugendorganisation von Slow Food. Seine Großeltern wussten noch, wie man sich auf dem Dorf unabhängig und vom eigenen Acker ernährt. Als Stadtmensch versucht er heute mit modernen Mitteln diesem Wissen nachzuspüren und den Austausch zwischen Stadt und Land zu fördern.

Michael Wenzl

Michael Wenzl beschäftigt sich als Informatiker mit dem Einsatz von Web-2.0-Werkzeugen in Organisationen. Er berät Unternehmen und Verbände, wie sie mit dem Einsatz von Social Media die Kommunikation verbessern können. Außerdem entwickelt er Online-Kampagnen, die das Ziel verfolgen, bürgerschaftliches Engagement zu fördern und mehr politische Teilhabe zu ermöglichen. Zusammen mit anderen Autoren, rief er 2006 Die_Farmblogger ins Leben, einem der ersten deutschsprachigen Blogs, das sich mit Agrarthemen aus der Sicht von Landwirten beschäftigt hat.

1) PDF Datei
2) , 3) , 4) , 5) , 6) Affiliate Link
agrar20.txt · Zuletzt geändert: 2011/08/27 17:17 von Michael Wenzl
 
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