Posts Tagged: socialcamp


27
Jan 10

Socialcamp 10 – Termin steht

socialcamp-berlin
Der Termin für das Socialcamp 10 steht: Es wird am 24. und 25. September 2010 in Berlin stattfinden. Die offizielle Anmeldung wird voraussichtlich im Sommer starten. Wer rechtzeitig daran erinnert werden will, meldet sich idealerweise auf der Webseite zum Socialcamp 10 an und bekommt dann rechtzeitig ein Mail zugeschickt. Alternativ und gerne auch zusätzlich kann dem Organisationsteam auf Twitter gefolgt werden, der Account heisst socialcamp10.

Bis es wieder so weit ist, dass sich Online-ExpertInnen und VertreterInnen von NGO/NPO austauschen und vernetzen, gibt es als Appetithappen den Film über das Socialcamp 09.

Link zum Film


14
Dez 09

Fundraising 2.0 Camp

fundraising_2.0_camp

Social Media öffnet auch fürs Fundrasing neue Möglichkeiten. Das “Fundraising 2.0 CAMP” in Berlin, soll am 22. Januar 2010 dazu eine Plattform bieten.  Organisiert ist es als Open Space, d.h. es existiert keine vorgebene Tagesordnung, stattdessen ist jede/r Teilnehmer/in aufgerufen aktiv einen Beitrag zu leisten. Barcamps, die im Webumfeld bekannt sind, folgen dem gleichen Prinzip. Die Anmeldung ist ab dem 15. Dezember 2009, auf der Webseite “Fundraising 2.0 CAMP” möglich.

Bleiben mir also noch ein paar Stunden, um mir zu überlegen, ob ich teilnehme. Dafür spricht viel: Ein spannendes Thema, das mich beruflich und privat beschäftigt. Coole Location im HUB Berlin. Zwei (Mit-) Organisatoren (Alexa Gröner + Jörg Reschke), die ich vom Socialcamp und der Socialbar kenne. Dagegen die Frage, ob ich nach 8 Stunden Zugfahrt noch die Energie für  8 Stunden Open Space aufbringe. Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust …

via joergreschke.posterous.com


20
Nov 09

Educache – Geocaching als Lernmethode

educache_wikiAuf dem Socialcamp 09 habe ich Guido Brombach kennengelernt, der dort von seiner Idee erzählte Geocaching in der Bildungsarbeit einzusetzen. Die Idee hat mich begeistert, zumal ich selbst Geocaching schon in ähnlichen Projekten eingesetzt  habe und davon überzeugt bin, dass es sich zu vielen Themenbereichen einsetzen lässt. Um das weiter zu vertiefen, traf sich vor zwei Wochen eine illustre Runde in Weimar. Der Titel der Veranstaltung lautete “Geocaching – Vergessene Orte der Demokratie” und macht deutlich, dass es darum ging mit Geocaches Orte bzw. historische Ereignisse ins Bewusstsein zu rufen, die ansonsten unbekannt sind.

Ein Beispiel, das von Burkhardt Kolbmüller vorgestellt wurde, war die Unterzeichnung der Weimarer Verfassung in Schwarzburg. Kaum jemand ist bekannt, dass die Unterschrift von Friedrich Ebert dort geleistet wurde. Der Ort, der mit der ersten praktizierten demokratische Verfassung Deutschlands in Verbindung gebracht wird, ist in der Regel nur Weimar. Ein Geocache, der dort versteckt wird, könnte Dokumente enthalten, die aus der Zeit der Unterzeichnung stammen und so Schwarzburg als Teil der demokratischen Entwicklung ins Bewusstsein rufen.

Doch was ist eigentlich das Faszinierende am Geocaching, das es für die Bildungsarbeit so interessant macht? Um das am eigenen Leib zu erfahren, haben wir am Abend zwei Geocaches in Weimar gesucht. Die erste Beobachtung war, dass sich die Gruppe schnell selbst organisierte ohne dabei explizite Aufgaben an einzelne Gruppenmitglieder zu vergeben – Kooperation über das gemeinsame Ziel den Cache zu finden. Auf dem Weg zum Cache wandelte sich die Wahrnehmung, je näher es dem Ziel ging, umso stärker fokusierte sich der Blick. Das zeigte sich auch an der Kommunikation innerhalb der Gruppe. Auf den hundert Metern in Richtung Cache kreisten die Gespräche eher allgemein um die Themen Geocaching und den Ort Weimar. Fokusierten sich dann auf den Park, den Fluss und die Baumgruppe die es zu durchsuchen gab.

Diese Fokusierung lässt sich wunderbar didaktisch einsetzen ohne dabei mit Kalkül vorzugehen. Ein Educache könnte mit dem Auffinden des Caches sogar noch einen neuen Blickwinkel hinzufügen. Über Materialien, die hinterlegt sind, ergibt sich ein Blick in die Vergangenheit, der quasi an Ort und Stelle mit der Gegenwart verglichen werden kann. Das können z.B. bauliche Veränderungen sein, ebenso wie gesellschaftliche Prozesse.

So galt es am zweiten Tag, das Konzept Educache praktisch mit Leben zu erfüllen. Wie sollte so ein Cache aussehen, wie wird er versteckt, was für Inhalte sollte er haben und vor allem welche Themen sollen behandelt werden? Für die Zusammenfassung der Ergebnisse wurde ein Wiki eingerichtet, das auch anderen Interessierten offen steht. Für Januar ist ein weiteres Projekttreffen geplant. Bis dahin hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit erste Erfahrungen mit dem Erstellen eines Caches zu sammeln, quasi “learning on the job”. Möglicherweise ergeben sich bis dahin noch weitere Kooperationsmöglichkeiten, denn Geocaching wird bereits aktiv in Bildungsprojekten eingesetzt, nur weitgehend ohne Informationsaustausch.


12
Okt 09

Socialcamp 09 – bis zum nächsten Mal

socialcamp-berlin

Am 3. und 4. Oktober, fand in Berlin zum zweiten Mal das Socialcamp statt. Im Stile eines Barcamps kamen 120 Online-Experten und NGO-Vertreter im HUB Berlin zusammen, um sich über die Verbindung von zivilgesellschaftlichem Engagement und dem Internet auszutauschen.

Typisch für ein ‘camp, konnte jeder Themen vorschlagen, die dann in sog. Sessions bearbeitet wurden. Das Feld reichte von Projektvorstellungen, über den Erfahrungstausch, bis hin zu kurzen Schulungen über den Umgang mit Social Media Tools. Gemeinsam war allen Sessions, dass es keine Frontalvorträge waren, sondern ein Austausch zwischen den “Initiatoren” und “Teilnehmern” zustande kam. Zeitlich bedingt, kann man nicht an allen Sessions beiwohnen, die, an denen ich teilgenommen habe, waren:

Open Campaigning

Günter Metzges von campact! stellt seine Idee vor, die Plattform von campact! als Open Source zu veröffentlichen um sie so anderen NGO zur Verfügung zu stellen und die Weiterentwicklung auf mehr Schultern zu verteilen. Auf den ersten Blick eine begrüßenswerte, wie triviale Angelegenheit, die ihre Tücken bereithält. Was vordergründig nach verteilter Softwareentwicklung aussieht, ist auch ein Problem der Plattform, die für den massenweisen Versand von E-Mails sehr gut skalieren muss. Trotzdem ein interessanter Ansatz, der so ein Werkzeug auch für kleine Organisationen zugänglich macht.

Nachhaltiger Finanzplatz und nachhaltige Medien

Christian Neugebauer, der Herausgeber und Verleger vom Glocalist, sprach über die Entwicklung eines nachhaltigen Finanzplatzes und wie Medien sich im Kontext nachhaltiger Entwicklung positionieren können. Der Tenor war, dass die besseren Ideen sich auch wirtschaftlich durchsetzen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wie dieses konkret aussehen, konnte leider nicht erörtert werden, ebenso wie der berechtigte Einwand, dass die “nachhaltige Szene” sich langsam zu einem elitären Zirkel entwickelt.

Vergessene Orte der Demokratie + geocaching

Guido Brombach stellte sein Projekt vor, bei dem geocaching und Geschichte verknüpft werden soll. Begrifflich wird das zu educaching. Dabei sollen sog. Caches versteckt werden, die dann mit der Hilfe von GPS Geräten aufgesucht werden, mit dem Hintergrund historische Ereignisse, die mit dem Ort verbunden sind, bekannt zu machen. Auf wunderbare Weise ähnelt es einem Projekt, das ich selbst durchgeführt habe. Für Ende Oktober ist ein Workshop angekündigt, bei dem die Idee weiterentwickelt werden soll. Meine Bereitschaft zur Teilnahme habe ich angekündigt und freue mich schon darauf.

“Am Anfang war es Liebe”

Wie bereits erwähnt, ist diese Session nicht ganz unschuldig an diesem Blog. Sebastian Metzger lud zum Erfahrungsaustausch über wie und was besser zu machen sei, um Projekte erfolgreich zu Ende zu bringen. Meine Thema, auch wenn ich befürchte mit den zugespitzten Äusserungen wie “Kommunikation ist entscheidend” oder “One Face to the Customer ist reiner Mythos” eher Ver- denn Bewunderung ausgelöst zu haben. Das Thema ist schwieriger und genau an der nicht wahrgenommenen Komplexität scheitern viele Projekte. Die Lösung sind keine einstündigen Sessions, aber sie schaffen das Bewusstsein, dass Projektmenagement mehr ist, als die Zeit zwischen kick-off und release geschickt einzuteilen. Projekte sind auch eine Spielwiese der Eitelkeiten, auf der es gilt die unterscheidlichen Ziele der Beteiligten in Einklang zu bringen. Im Nachgang hat mich diese Session jedenfalls am meisten beschäftigt und tut es jetzt auch wieder.

How to educate your Boss

Diese Session hatte die Fragestellung zum Thema wie es am geschicktesten zu bewerkstelligen sei,  seinem Chef den Nutzen von Social Media nahe zu bringen. Überwiegender Konsens bestand darin, dass es keinen Sinn macht die Nutzung von Werkzeugen wie Blogs oder Twitter hinter dem Rücken seiner Vorgesetzten zu starten. Sinnvoller ist es mit positiven Beispielen  für Social Media zu argumentieren und auf Folgen aufmerksam zu machen, was passiert wenn man sich aus dem “Social-Media-Kosmos” heraushält. Ein konkreter Fall war die Verwechslung der “Deutschen Kinderhilfe” mit dem “Deutschen Kinderhilfswerk” im Rahmen der Diskussion um die Netzsperren. In einer Taktik der kleinen Schritte wurde empfohlen, als privater Blogger bzw. Twitterer einfach nebenbei die eigene Organisation zu erwähnen. Dabei ist das konkrete “Nebenbei” natürlich eine Frage des Fingerspitzengefühls. Initiiert und moderiert wurde die Session von Jörg Reschke und Robert Dürhager.

Socialbar Organisation

Quasi am Rande des Socialcamp-Konzepts, trafen sich die Organisatoren der Socialbar um sich kennenzulernen und über die weitere Zukunft der Socialbars zu sprechen. Socialbars sind die kleinen Schwestern des Socialcamps, die einigen Städten bereits regelmässig stattfinden, z.B. in Berlin, Bremen, München, Nürnberg und anderswo bereits in den Startlöchern stehen z.B. Augsburg und Stuttgart. Es handelt sich dabei nicht um mehrtägige Veranstaltungen, sondern um abendliche Treffen mit wenigen, kurzen Vorträgen. Ziel ist auch dabei, die Vernetzung von NGOs mit Online-Experten zu fördern.
Es war klar, dass in zwei Session keine grossartigen Konzepte entwickelt werden können. Dennoch war es schön zu sehen, wer alles an der Idee der Socialbars mitwirkt und so in das zweite Jahr gehen zu können, das hoffentlich weitere Früchte in anderen Städten trägt. Spannend wird es allemal.

Ein Thema, das mich sehr interessiert, aber leider verpasst habe, war die webbasierte Kartierung für soziale Dienste, das von Brigitte Reiser auf die Tagesordnung gehoben wurde.

Da ich letztes Jahr die Anmeldung verschlafen habe, verbieten sich für mich Verlgeiche. Positiv aufgefallen ist mir die perfekte Organisation, die in meinen Augen sehr zurückhaltend die Veranstaltung in den notwendigen Bahnen gehalten hat. Ebenfalls hervorragend war das Catering, das nicht nur mundete, sondern Dank der Sponsoren auch kostenlos war. Erfreulich auch die große Anzahl von Vertretern etablierter NGOs, die damit die Sicht der alten Hasen in die Themen einbrachten. Denn bei aller Euphorie über die Möglichkeiten von Social Media, der Großteil bürgerschaftlichen Engagements findet fernab der virtuellen Vernetzung ab.

Ein nächstes Mal wird es für mich auf jeden Fall geben, schon alleine deswegen um wieder gänzlich ohne Absprache neben Mirjam und Peter im Zug zu sitzen, die Tags zuvor noch den Relaunch der Fundraising-Plattform wikando gemacht haben.