Posts Tagged: socialbar


12
Jul 10

Erinnerung: 1. Socialbar in Augsburg

Kurze Erinnerung zur Ankündigung vor zwei Wochen: Die erste Socialbar Augsburg findet am 14. Juli 2010 im Jean Stein statt. Los geht es ab 18:30, mit dem offiziellen Teil wollen wir um 19:00 starten. Erste Vorträge haben sich schon angekündigt, die sicher interessant werden.


28
Jun 10

Socialbar Augsburg am 14. Juli

Vor etwa zwei Jahren fand die erste Socialbar in Berlin statt. Seitdem wurde sie dort über zwanzig Mal abgehalten und hat auch in vielen anderen Städten Wurzeln geschlagen. Im Juli ist es auch in Augsburg so weit. Web-Aktivisten, Social Entrepreneurs, NGOs, ehrenamtliche Helfer, Politiker und Unternehmen mit sozialer Verantwortung treffen sich zum Kennenlernen, Austauschen und vielleicht auch um Kooperationen einzugehen:

Die erste Socialbar Augsburg findet am 14. Juli 2010 im Jean Stein statt. Ganz entspannt geht es ab 18:30 Uhr los, der offizielle Teil startet dann um 19:00 Uhr.

Bei aller Vorbereitung, hängt der Verlauf des Abends ganz entscheidend von den Teilnehmern ab. Jeder ist eingeladen, zum Zuhüren, Diskutieren oder auch um einen Vortrag zu halten. Als Themen für Vorträge bietet sich alles an, was sich im Umfeld von Web 2.0 bzw. Social Media und zivilgesellschaftlichem Engagement bewegt. Wichtig ist uns, dass die Vorträge Erfahrungen und Wissen an andere weitergeben. Firmenpräsentation sind da eher weniger geeignet.
Um die Vorträge abzustimmen, thematisch und hinsichtlich technischer Voraussetzungen, ist es sinnvoll mit dem Organisationsteam schon im Vorfeld Kontakt aufzunehmen. Am einfachsten geht das via Email an augsburg(at)socialbar.de

In jedem Fall sollte man sein Kommen im Wiki eintragen, damit wir einen Überblick über das zu erwartende Publikum haben. Apropos Wiki, dort findet sich auch jede Menge Information zur Socialbar, etwa welche interessanten Vorträge andernorts gehalten wurden.

Das Programm für die Augsburger Socialbar ist noch übersichtlich, das wird sich aber sicher bald ändern. Ich gehe auch davon aus, dass die Socialbar und wie es mit ihr in Augsburg weitergehen wird, auch ein wichtiges Thema ist. In jedem Fall freue ich mich, dass sie endlich stattfindet. Mein Dank für die emsige Suche nach einem Veranstaltungsort und die Terminkoordination geht an Vanessa Kohlhaas und natürlich auch an das Team vom Jean Stein, dass sie uns den Ort zur Verfügung stellen.

Als kleiner Vorgeschmack ein Beitrag des WDR über die Socialbar als MP3-Datei.


14
Dez 09

Fundraising 2.0 Camp

fundraising_2.0_camp

Social Media öffnet auch fürs Fundrasing neue Möglichkeiten. Das “Fundraising 2.0 CAMP” in Berlin, soll am 22. Januar 2010 dazu eine Plattform bieten.  Organisiert ist es als Open Space, d.h. es existiert keine vorgebene Tagesordnung, stattdessen ist jede/r Teilnehmer/in aufgerufen aktiv einen Beitrag zu leisten. Barcamps, die im Webumfeld bekannt sind, folgen dem gleichen Prinzip. Die Anmeldung ist ab dem 15. Dezember 2009, auf der Webseite “Fundraising 2.0 CAMP” möglich.

Bleiben mir also noch ein paar Stunden, um mir zu überlegen, ob ich teilnehme. Dafür spricht viel: Ein spannendes Thema, das mich beruflich und privat beschäftigt. Coole Location im HUB Berlin. Zwei (Mit-) Organisatoren (Alexa Gröner + Jörg Reschke), die ich vom Socialcamp und der Socialbar kenne. Dagegen die Frage, ob ich nach 8 Stunden Zugfahrt noch die Energie für  8 Stunden Open Space aufbringe. Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust …

via joergreschke.posterous.com


12
Okt 09

Socialcamp 09 – bis zum nächsten Mal

socialcamp-berlin

Am 3. und 4. Oktober, fand in Berlin zum zweiten Mal das Socialcamp statt. Im Stile eines Barcamps kamen 120 Online-Experten und NGO-Vertreter im HUB Berlin zusammen, um sich über die Verbindung von zivilgesellschaftlichem Engagement und dem Internet auszutauschen.

Typisch für ein ‘camp, konnte jeder Themen vorschlagen, die dann in sog. Sessions bearbeitet wurden. Das Feld reichte von Projektvorstellungen, über den Erfahrungstausch, bis hin zu kurzen Schulungen über den Umgang mit Social Media Tools. Gemeinsam war allen Sessions, dass es keine Frontalvorträge waren, sondern ein Austausch zwischen den “Initiatoren” und “Teilnehmern” zustande kam. Zeitlich bedingt, kann man nicht an allen Sessions beiwohnen, die, an denen ich teilgenommen habe, waren:

Open Campaigning

Günter Metzges von campact! stellt seine Idee vor, die Plattform von campact! als Open Source zu veröffentlichen um sie so anderen NGO zur Verfügung zu stellen und die Weiterentwicklung auf mehr Schultern zu verteilen. Auf den ersten Blick eine begrüßenswerte, wie triviale Angelegenheit, die ihre Tücken bereithält. Was vordergründig nach verteilter Softwareentwicklung aussieht, ist auch ein Problem der Plattform, die für den massenweisen Versand von E-Mails sehr gut skalieren muss. Trotzdem ein interessanter Ansatz, der so ein Werkzeug auch für kleine Organisationen zugänglich macht.

Nachhaltiger Finanzplatz und nachhaltige Medien

Christian Neugebauer, der Herausgeber und Verleger vom Glocalist, sprach über die Entwicklung eines nachhaltigen Finanzplatzes und wie Medien sich im Kontext nachhaltiger Entwicklung positionieren können. Der Tenor war, dass die besseren Ideen sich auch wirtschaftlich durchsetzen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wie dieses konkret aussehen, konnte leider nicht erörtert werden, ebenso wie der berechtigte Einwand, dass die “nachhaltige Szene” sich langsam zu einem elitären Zirkel entwickelt.

Vergessene Orte der Demokratie + geocaching

Guido Brombach stellte sein Projekt vor, bei dem geocaching und Geschichte verknüpft werden soll. Begrifflich wird das zu educaching. Dabei sollen sog. Caches versteckt werden, die dann mit der Hilfe von GPS Geräten aufgesucht werden, mit dem Hintergrund historische Ereignisse, die mit dem Ort verbunden sind, bekannt zu machen. Auf wunderbare Weise ähnelt es einem Projekt, das ich selbst durchgeführt habe. Für Ende Oktober ist ein Workshop angekündigt, bei dem die Idee weiterentwickelt werden soll. Meine Bereitschaft zur Teilnahme habe ich angekündigt und freue mich schon darauf.

“Am Anfang war es Liebe”

Wie bereits erwähnt, ist diese Session nicht ganz unschuldig an diesem Blog. Sebastian Metzger lud zum Erfahrungsaustausch über wie und was besser zu machen sei, um Projekte erfolgreich zu Ende zu bringen. Meine Thema, auch wenn ich befürchte mit den zugespitzten Äusserungen wie “Kommunikation ist entscheidend” oder “One Face to the Customer ist reiner Mythos” eher Ver- denn Bewunderung ausgelöst zu haben. Das Thema ist schwieriger und genau an der nicht wahrgenommenen Komplexität scheitern viele Projekte. Die Lösung sind keine einstündigen Sessions, aber sie schaffen das Bewusstsein, dass Projektmenagement mehr ist, als die Zeit zwischen kick-off und release geschickt einzuteilen. Projekte sind auch eine Spielwiese der Eitelkeiten, auf der es gilt die unterscheidlichen Ziele der Beteiligten in Einklang zu bringen. Im Nachgang hat mich diese Session jedenfalls am meisten beschäftigt und tut es jetzt auch wieder.

How to educate your Boss

Diese Session hatte die Fragestellung zum Thema wie es am geschicktesten zu bewerkstelligen sei,  seinem Chef den Nutzen von Social Media nahe zu bringen. Überwiegender Konsens bestand darin, dass es keinen Sinn macht die Nutzung von Werkzeugen wie Blogs oder Twitter hinter dem Rücken seiner Vorgesetzten zu starten. Sinnvoller ist es mit positiven Beispielen  für Social Media zu argumentieren und auf Folgen aufmerksam zu machen, was passiert wenn man sich aus dem “Social-Media-Kosmos” heraushält. Ein konkreter Fall war die Verwechslung der “Deutschen Kinderhilfe” mit dem “Deutschen Kinderhilfswerk” im Rahmen der Diskussion um die Netzsperren. In einer Taktik der kleinen Schritte wurde empfohlen, als privater Blogger bzw. Twitterer einfach nebenbei die eigene Organisation zu erwähnen. Dabei ist das konkrete “Nebenbei” natürlich eine Frage des Fingerspitzengefühls. Initiiert und moderiert wurde die Session von Jörg Reschke und Robert Dürhager.

Socialbar Organisation

Quasi am Rande des Socialcamp-Konzepts, trafen sich die Organisatoren der Socialbar um sich kennenzulernen und über die weitere Zukunft der Socialbars zu sprechen. Socialbars sind die kleinen Schwestern des Socialcamps, die einigen Städten bereits regelmässig stattfinden, z.B. in Berlin, Bremen, München, Nürnberg und anderswo bereits in den Startlöchern stehen z.B. Augsburg und Stuttgart. Es handelt sich dabei nicht um mehrtägige Veranstaltungen, sondern um abendliche Treffen mit wenigen, kurzen Vorträgen. Ziel ist auch dabei, die Vernetzung von NGOs mit Online-Experten zu fördern.
Es war klar, dass in zwei Session keine grossartigen Konzepte entwickelt werden können. Dennoch war es schön zu sehen, wer alles an der Idee der Socialbars mitwirkt und so in das zweite Jahr gehen zu können, das hoffentlich weitere Früchte in anderen Städten trägt. Spannend wird es allemal.

Ein Thema, das mich sehr interessiert, aber leider verpasst habe, war die webbasierte Kartierung für soziale Dienste, das von Brigitte Reiser auf die Tagesordnung gehoben wurde.

Da ich letztes Jahr die Anmeldung verschlafen habe, verbieten sich für mich Verlgeiche. Positiv aufgefallen ist mir die perfekte Organisation, die in meinen Augen sehr zurückhaltend die Veranstaltung in den notwendigen Bahnen gehalten hat. Ebenfalls hervorragend war das Catering, das nicht nur mundete, sondern Dank der Sponsoren auch kostenlos war. Erfreulich auch die große Anzahl von Vertretern etablierter NGOs, die damit die Sicht der alten Hasen in die Themen einbrachten. Denn bei aller Euphorie über die Möglichkeiten von Social Media, der Großteil bürgerschaftlichen Engagements findet fernab der virtuellen Vernetzung ab.

Ein nächstes Mal wird es für mich auf jeden Fall geben, schon alleine deswegen um wieder gänzlich ohne Absprache neben Mirjam und Peter im Zug zu sitzen, die Tags zuvor noch den Relaunch der Fundraising-Plattform wikando gemacht haben.