Posts Tagged: social media


16
Jul 10

Jetzt ist es raus

Es gab ja einige, die hatten gleich durchschaut, dass meine Recherche zu Magazine-Themes nicht ganz ohne Hintergrund war. Es ging um ein schickes Auftreten von anders-unterwegs.de, dem Elektromoblitäts-Blog, in dem wir über unsere Teilnahme an der e-miglia 2010 berichten werden.

Grundlage bildet das Cover WP Theme. Das Design stammt von Carla Brobst, die spontan ihre Unterstützung zusagte. Der Resultat kann sich sehen lassen und was mir ebenso wichtig ist, die Zusammenarbeit mit Carla war absolut unkompliziert. Wenn es nur mit anderen GafikerInnen auch immer so liefe.

Heute stellen wir das Blog in Hersbruck vor, dort findet des Social Media Abends zweiter Teil statt, zu dem auch unsere Sponsoren und Unterstützer eingeladen sind. Unsere Teilnahme an der e-miglia 2010 wäre ohne Web 2.0 und Social Media, so wahrscheinlich nie zustande gekommen und ist damit vielleicht auch eine Anregung für andere Projekte. Um das Feuer ein wenig anzufachen, werde ich einen kurzen Workshop geben, der zeigt wie man mit einfachen Mitteln und wenig Geld in das Thema Social Media einsteigt. Die Folien dazu sind schon bei slideshare.net online.


12
Jul 10

Erinnerung: 1. Socialbar in Augsburg

Kurze Erinnerung zur Ankündigung vor zwei Wochen: Die erste Socialbar Augsburg findet am 14. Juli 2010 im Jean Stein statt. Los geht es ab 18:30, mit dem offiziellen Teil wollen wir um 19:00 starten. Erste Vorträge haben sich schon angekündigt, die sicher interessant werden.


1
Jul 10

e-miglia 2010: Anders Unterwegs

Die Anmeldung für die e-miglia 2010 ist raus, damit ist ein entscheidender Zwischenschitt im Projekt “e-miglia 2010 – mitfahren mag” getan. Damit geht auch eine Umbenennung einher. Denn bei einer schicken Elektrorallye braucht es auch einen schicken Teamnamen und was liegt da näher als Motto und Domainname zu nehmen. Die Zulassung zum Teilnehmerfeld vorausgesetzt, gehen Jürgen Putzer und ich am 3. August als Team “Anders-Unterwegs.de” an den Start.

Das wäre nicht möglich ohne die Unterstützung, die wir aus Hersbruck und Umgebung erfahren haben. Dazu gehört schon auch etwas Mut, sich auf unsere Idee einzulassen. Andererseits ist auch ein Beispiel dafür, dass man mit Öffentlichkeitsarbeit im Netz einem Projekt ein gutes Schwung mitgeben kann. Entscheidend ist aber auch hier der direkte Kontakt. Um diesen herzustellen hat herwig Danzer einen entscheidenden Beitrag geleistet. Natürlich hat er das Vorhaben auch in seinem Nachhaltigkeitsblog und dem aktuellen Newsletter der Möbelmacher beworben. Der entscheidende Impuls dürfte i.d.R. aber dadurch ausgelöst worden sein, dass er quasi als Leumund für uns auftrat.

Wie so oft ist es der Mix auf Off- und Online-Aktivitäten, der es ausmacht. So wollen wir das Projekt auch weiter handhaben. Mit der Berichterstattung über das Blog Anders-Unterwegs.de, ebenso wie die Einbindung von Twitter und Facebook, wollen wir weiter zeitnah und authentisch sein. Das ist einerseits ein Angebot an unsere Unterstützer, zu sehen, dass wir mit Ernst bei der Sache sind. Es kann aber auch eine Anleitung für ein ähnliches Vorhaben sein und mit ein wenig gutem Willem sogar eine Keimzelle für weitere Aktivitäten in Richtung Elektromobilität. Wie unsere Social-Media-Strategie aussehen wird, wollen wir am 16. Juli bei einem Folgetreffen zum Social-Media-Abend der Möbelmacher vorstellen. Dazu sind selbstverständlich auch alle Unterstützer unserer Rallyeteilnahme eingeladen. Diese Präsentation ist schon mal ein Teil der Offline-Aktivitäten, es wird aber noch mehr geben. Die bedürfen aber noch einiger Organisation und die dauert im wirklichen Leben leider etwas länger.

Warum und wieso wir mit dem Twike fahren wollen, habe ich schon einmal kurz angerissen und damit wohl auch einen Nerv getroffen. Jedenfalls gab es einige Nachfragen dazu. Wen das Thema Twike interessiert und dazu Informationen haben möchte, kann sich gerne an mich wenden. Um das ganz ein wenig zu kanalisieren habe ich eine eigene Kontaktadresse eingerichtet, unter twike@anders-unterwegs.de Fragen beantworte ich gerne Fragen und stelle ggf. den Kontakt zum Hersteller oder Vertriebspartnern her.


28
Jun 10

Socialbar Augsburg am 14. Juli

Vor etwa zwei Jahren fand die erste Socialbar in Berlin statt. Seitdem wurde sie dort über zwanzig Mal abgehalten und hat auch in vielen anderen Städten Wurzeln geschlagen. Im Juli ist es auch in Augsburg so weit. Web-Aktivisten, Social Entrepreneurs, NGOs, ehrenamtliche Helfer, Politiker und Unternehmen mit sozialer Verantwortung treffen sich zum Kennenlernen, Austauschen und vielleicht auch um Kooperationen einzugehen:

Die erste Socialbar Augsburg findet am 14. Juli 2010 im Jean Stein statt. Ganz entspannt geht es ab 18:30 Uhr los, der offizielle Teil startet dann um 19:00 Uhr.

Bei aller Vorbereitung, hängt der Verlauf des Abends ganz entscheidend von den Teilnehmern ab. Jeder ist eingeladen, zum Zuhüren, Diskutieren oder auch um einen Vortrag zu halten. Als Themen für Vorträge bietet sich alles an, was sich im Umfeld von Web 2.0 bzw. Social Media und zivilgesellschaftlichem Engagement bewegt. Wichtig ist uns, dass die Vorträge Erfahrungen und Wissen an andere weitergeben. Firmenpräsentation sind da eher weniger geeignet.
Um die Vorträge abzustimmen, thematisch und hinsichtlich technischer Voraussetzungen, ist es sinnvoll mit dem Organisationsteam schon im Vorfeld Kontakt aufzunehmen. Am einfachsten geht das via Email an augsburg(at)socialbar.de

In jedem Fall sollte man sein Kommen im Wiki eintragen, damit wir einen Überblick über das zu erwartende Publikum haben. Apropos Wiki, dort findet sich auch jede Menge Information zur Socialbar, etwa welche interessanten Vorträge andernorts gehalten wurden.

Das Programm für die Augsburger Socialbar ist noch übersichtlich, das wird sich aber sicher bald ändern. Ich gehe auch davon aus, dass die Socialbar und wie es mit ihr in Augsburg weitergehen wird, auch ein wichtiges Thema ist. In jedem Fall freue ich mich, dass sie endlich stattfindet. Mein Dank für die emsige Suche nach einem Veranstaltungsort und die Terminkoordination geht an Vanessa Kohlhaas und natürlich auch an das Team vom Jean Stein, dass sie uns den Ort zur Verfügung stellen.

Als kleiner Vorgeschmack ein Beitrag des WDR über die Socialbar als MP3-Datei.


12
Mai 10

Again what learned

Geschafft! Das war der spontane Ausruf, als sich Samstag Nacht die Werkstatt der Möbelmacher vom Veranstaltungssaal der besonderen Art, wieder halbwegs in eine Schreinerei verwandelt hatte. Vorausgegangen waren zwei umtriebige Tage, deren Fokus zwar bei den Abendveranstaltungen lag, ihren Reiz aber über den gesamten Tag entwickelte. Es war spannend mitanzusehen, mit welcher Ruhe und dabei doch zielstrebig daran gearbeitet wurde, den „Social Media Abend“ und die Blues-Lesung „Blues und Kusz“ auf die Bühne zu bringen. Was ein gemeinsames Ziel doch alles zu Wege bringen kann. Aus meiner Sicht war besonders die Zusammenarbeit mit Matthias Meier (die-theatermaler.de), der sich um den richtigen Ton und das passende Licht kümmerte, erfreulich. Für den Livestream nicht ganz unwichtige Punkte. Umso besser, wenn es an der Stelle nicht nur nicht hakt, sondern auch noch eine gehörige Portion Humor mit im Spiel ist. Überhaupt der Livestream. Leider hat es mit der 2-MBit-Standleitung am Ende doch nicht geklappt. Ein Techniker der Telekom, stellte bei der Messung der neuen Leitung fest, dass eine Störung vorhandener Anschlüsse zu befürchten ist und verweigerte daher die Installation. Soviel zum Thema Breitband auf dem Land. Immerhin konnten wir die vorhandene DSL-Leitung mit einer zusätzlichen UMTS-Verbindung entlasten und sie exklusiv für den Stream nutzen. Übertragen wurden die Vorträge des „Social Media Abends“ und „Blues und Kusz“. Beim netzaffinen Thema Social Media gab es zwischen 15 und 20 Zuseher. Die Blues-Lesung mit Fitzgerald Kusz und Klaus Brandl betrachteten maximal 10 Personen übers Netz. Ein interessierter Gast an beiden Abenden meinte dazu, dass es dafür ein vergleichsweise hoher Aufwand sei. In meinen Augen aber einer der sich gelohnt hat. Die zeitweise 20 Zusehern entsprachen immerhin einem Viertel der im Saal anwesenden Personen. „Blues und Kusz“ würde ich mir persönlich auch lieber vom Zuschauerraum aus ansehen. Trotzdem war es ein wichtiger Lerneffekt, auch diese Veranstaltung zu streamen.

Aus technischer Sicht verlief das Streaming problemlos. Mir sind nur zwei „Beschwerden“ zu Ohren gekommen. Eine betraf die Blidqualität des Streams, woran wir in Anbetracht der geringen Bandbreite nichts ändern konnten, entscheidend war, dass der Ton störungsfrei übertragen wurde. Die Zweite bezog sich auf den zu groß gewählten Bildausschnitt. Das ist einerseits sicher Geschmackssache, andererseits aber auch eine Situation, die sich dadurch ergibt, dass es keinen eigenen Kameramann/-frau gab. Während der Vorträge fehlte mir Zeit, die Kamera zu bedienen, da ich am Bildmischer die Folien passend einblenden musste.
Von interessierter Seite kam die Frage, warum ich mich für ustream.tv als Streaminganbieter entschieden hatte. Die Gründe sind relativ einfach. Von den kostenlosen Streaminganbieter, ist es derjenige, mit der „harmlosesten Werbung“ und mit dem brauchbarsten Bildmischer (ustream Producer). In der Vorauswahl waren auch livestream.com, justin.tv und make.tv. livestream.com schied aus, weil dort ausgerechnet Werbung für eine Fastfood-Kette in den Player eingeblendet wurde. Für justin.tv wären Kosten für eine zusätzliche Misch- und Streamingsoftware notwendig geworden. make.tv ist letztendlich ausgeschieden, weil mit der Produktionssoftware die Präsentation, die eingeblendet werden mussten, umständlich zu bedienen gewesen wäre.

Was das technische Setup angeht, hat es sich bewährt den Ton nicht über die eingebaute Soundkarte aufzunehemen. Stattdessen kam ein externer Mischer (Alesis Multimix 4 USB) zum Einsatz, der das Audiosignal digitalisert und per USB an den Rechner überträgt. Das hat zwei entscheidende Vorteile: Man kann die Lautstärke intuitiv mit Potis einstellen und durch die symetrischen XLR Eingänge lassen sich lange Leitungswege überbrücken, die zwischen dem Saalmischpult und dem Rechner entstehen können.
Die Kamera war via Firewire am Rechner angeschlossen. Ganz pragmatisch, weil ich in der Vergangenheit häufig Probleme mit USB-Kameras hatte.
Selbstverständlich würde ich auch ein paar Dinge in Zukunft anders machen. Allem voran wäre die Investition in eine HD-kompatible Produktionssoftware. Leider musste ich feststellen, dass die kostenlose Version des ustream Producer nur 4:3 Kameras unterstüzt. Bei HD-Kameras wird ein störendes Wasserzeichen eingeblendet, selbst wenn der Stream nur 4:3 übertragen wird. Ausserdem wäre ein völlig werbefreies Streaming wünschenswert.

Zum „Social Media Abend“ selbst empfehle ich den Blick auf herwig Danzers Beitrag im Nachhaltigkeitsblog, dort sind auch die Präsentationen verlinkt. Ich bin schon gespannt wie sich das Thema weiterentwickelt. Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert, wenn das Thema Web 2.0 und Social Media als Prozess begriffen wird. Dazu gehört auch ein Bekenntnis zu Transparenz und Partizipation. Das gilt für wirtschaftliche, ebenso wie für politische Interessensgruppen. Wer glaubt das Netz mit dem Werbesprech der 20. Jahrhunderts fluten zu können, ohne dabei in einen ehrlichen Dialog mit den Menschen zu treten, hat den entscheidenden Schritt zum Web 2.0 noch vor sich.


8
Mai 10

Unterkrumbacher Social Media Abend

Da soll mal einer sagen Social Media und Web 2.0 sei in der Provinz kein Thema. Gut, die Internetannbindung in Unterkrumbach könnte besser sein, aber das Prolem wird sich mit den Jahren hoffentlich auch lösen. Wichtig ist, dass ein Bewusstsein für die Möglichkeiten des Internets geschaffen wird und dazu war der gestrige Social Media Abend der Möbelmacher, den sie im Rahmen der Unterkrumbacher Werkstatt-Tage veranstaltet haben, eine schöne Gelegenheit.

Die ersten Fotos der Veranstaltung sind online. Im Moment laufen die Vorbereitungen für “Blues & Kusz“, eine Lesung mit Texten von Fitzgerald Kusz und dem Blues von Klaus Brandl. Wer in der Nähe von Hersbruck ist, sollte sich das nicht entegehen lassen und vorbeisehen. Bei trifftigen Gründe fürs Nichterscheinen, gibt es die Möglichkeit den Abend im Livestream zu verfolgen.


28
Apr 10

Social Media und mehr in Unterkrumbach

Im Netz bleibt einfach nichts geheim. Nach zahllosen Anläufen konnte ich herwig Danzer davon überzeugen, eine Veranstaltung der Möbelmacher als Videostream anzubieten. Doch wie wir im Rahmen der Unterkrumbacher Werkstatt-Tage 2010 leidvoll erfahren mussten, ist das gar nicht so einfach wie man denken mag. Die Probleme kamen dabei von unerwarteter Seite. Meine Befürchtung war, dass Protagonisten der Veranstaltung Bedenken gegen eine Live-Übertragung hätten. Dem war erfreulicherweise nicht so, für den Social-Media-Abend am Freitag und die Konzert-Lesung “Blues & Kusz” am Samstag kam frühzeitig grünes Licht. Die nächste Stolperfalle, Ton- und Videotechnik, konnte mit der Unterstützung des Fotografen Thomas Geiger, dem Theatermaler und Veranstaltungstechniker Matthias Meier und hersbruck.tv aus dem Weg geräumt werden.

Als schwieriges Kapitel stellte sich ausgerechnet eine vermeintliche Selbstverständlichkeit heraus. Als bekennender Provinzler ist mir die schwierige Situation der ländlichen Breitbandanbindung durchaus bekannt. In Unterkrumbach sind aber immerhin DSL3000 Leitung möglich. Damit ist, ein paar Qualitätseinbusse eingeschlossen, ein Videostream machbar. Dumm nur wenn sich die Carrier nicht dazu aufraffen können diese auch anzubieten. Anfragen bei der Telekom und Mnet verliefen leider im Sande. Rettung kam dann schliesslich vom Internetdienstleister bisping&bisping, der uns binnen weniger Stunden eine 2MBit-SDSL-Verbindung zusagen konnte – regionale Wirtschaftskreisläufe wie man sie sich wünscht.

So steht nun alles bereit. Der Player für den Stream wartet im Social-Media-Newsroom der Möblemacher auf Zuseher. Am Freitag, 7. Mai 2010 geht es ab 19:00 um das Thema Social Media, das Programm im Einzelnen:

  • Begrüßung durch die Gastgeber und Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg
  • Gefahren im Web“ Kurzvortrag von Jürgen Putzer über Sicherheitslücken und Vorsichtsmaßnahmen bei Schüler VZ, Facebook und Co
  • „Web 2.0 – Geschichte, Erfahrungen, Pläne“ Kurzfassung der Gastvorlesung an der Wiso Nürnberg von
    herwig Danzer
  • Klaus Wolfrum: Pressearbeit für Veranstaltungswerbung im Medienwandel
  • „Web 2.0 für die Cittaslow Hersbruck“ Studenten der Wiso Nürnberg stellen die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs vor
  • Aufzugsreden und Videos von interessanten Projekten aus der Region im Internet
  • Abschlussdiskussion und Ausblick

Samstag, den 8. Mai ist dann ab 20:00 Uhr Literatur und Blues angesagt, Fitzgerald Kusz liest und Klaus Brandl spielt den Blues.

Den Stream gibt es an beiden Tagen auf newsroom.die-moebelmacher.de/stream. Wem so ein stream zu synthetisch ist, soll einfach bei den Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen 2010 vorbeikommen. Es gibt auch jede Menge Veranstaltungen, die mit einem stream gar nicht machbar sind. Etwa die Themenwanderung “Vom Baum zu Tisch” und arabisches Kochvergnügen mit Barbara Steinbauer Grötsch. Einfach mal einen Blick in den aktuellen Newsletter der Möbelmacher werfen, da ist alles zusammengefasst.


25
Jan 10

Fundraising 2.0 Camp: Die Kommunikation macht den Unterschied

fundraising_2.0_camp

Die Überredungskünste haben gefruchtet und so durfte ich letzten Freitag einer der gut 130 Teilnehmer am Fundraising 2.0 Camp sein – es hat sich gelohnt, es war lehrreich und inspirierend. Lehrreich deswegen, weil einem wieder bewusst wird, wie klein die Nische immer noch ist, in der sich die Schnittmenge aus NPO und Social Media bildet. Inspirierend weil man auch als vermeintlich Netzaffiner immer noch was dazulernen kann. Damit die Nische keine bleibt, hat das Fundraising 2.0 Camp geholfen einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Alte Fundraising-Hasen und Digital Natives trafen zusammen und stellten fest, dass sie im Grunde das gleiche Ziel verfolgen, wenn auch noch auf unterschiedlichen Wegen. Erfreulich war, dass das Konzept BarCamp auch in einem Umfeld funktionierte, das sich sonst eher auf Kongressen und Tagungen austauscht. Das lag sicher an der ausführlichen Vorstellung des Konzept, zu Beginn des Fundraising 2.0 Camp. Die Bereitschaft aller Teilnehmer sich kooperativ zu neuen Ufern aufzumachen, bildete einen mindestens ebenso wichtigen Grundpfeiler.

Für mich startete der Tag mit der Session, wie die Zielgruppenansprache auf den jeweiligen Plattformen aussehen muss. Initiator und Fragesteller war in dem Fall ein “alter Hase”, der sich Tipps für den Einstieg in die Social-Media-Welt holte. Weiter ging es mit den “Best of Fundraising 2009″ von Katrin Kiefer und Jörg Reschke, die auch einen Ausblick auf kommende Trends boten. Obwohl Usability und Barrierefreiheit von Webseiten seit jeher ein Thema sind, wird es oft nur stiefmütterlich behandelt. Daher war auch dieses Thema eine lohnende Session. Meinen persönlichen Abschluss bildete eine Einführung in Facebook, die, das haben einige schon leidvoll erfahren, bei mir Tatendrang ausgelöst hat. Eine Session über Zahlen und Fakten zu Social Media und Online-Spenden musste aus Zeitmangel leider ausfallen. Jörg Reschke hat aber die Folien veröffentlicht. Lesetipp!

So es die Zeit zulässt, werde ich zu den Workshops noch etwas schreiben, da sie exemplarisch vor Augen führen wie sich der Paradigmenwechsel zwischen klassischem Sozialmarketing bzw. Fundraising und der Philosophie, die hinter Social Media steckt aktuell darstellt. Denn es geht nicht darum alte Nachrichten auf neuen Wegen bzw. Plattformen zu verbreiten. Vielmehr gilt es die Kommunikation zwischen den Beteiligten (Spender, Organisation, Klient) als offenen Dialog zu gestalten, damit alle an der kontinuierlichen Entwicklung teilhaben können. Web 2.0 und Social Media stellen dafür die Werkzeuge zur Verfügung, die eigentliche Herausforderung geht für die meisten Organisationen aber weit über die rein technische Beherrschung hinaus. Da bietet sich an Lao Tse zu zitieren: “Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt”.

Diesen ersten Schritt haben viele am letzten Freitag getan. Der Dank dafür geht an alle,  die sich auf das Abenteuer eingelassen haben. Allen voran dem Organisationsteam des Fundraising 2.0 Camp für die Initiative und die fabelhafte Durchführung und dem Hub Berlin, das sich wieder als ultimativer Camp-Veranstaltungsort präsentiert hat und natürlich an alle Teilnehmer, die das Experiment gewagt haben. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Sponsoren, ohne sie wäre eine Veranstaltung dieses Formats nicht möglich.


18
Dez 09

Twitterverbot im Augsburger Stadtrat

Trotz aller Unkenrufe, kann Twitter durchaus positiv eingesetzt werden, z.B. dazu um für mehr Bürgernähe in der Kommunalpolitik zu sorgen. So wie es der Augsburger Stadtrat Christian Moravcik macht, der als @ChrisGruen mit Kurzmeldungen aus dem Geschehen öffentlicher Stadtratsitzungen berichtet. Das scheint aber nicht allen seiner Stadtratskollegen zu gefallen und so wurde gestern beschlossen, dass es zukünfitg verboten ist, aus Stadtratsitzungen zu twittern. Die Stellungnahme von  Christian Moravcik dazu, gibt es in seinem Blog zu lesen. Eine Schwachstelle in Christians Argumentation ist leider, dass er Twitter auf einen Kommunikationskanal “junger Menscher” reduziert. Das ist im Kern ebenso kurz gegriffen, wie die Politikverdrossenheit am Lebensalter festzumachen. Beides sind Phänomene, die sich über Generationsgrenzen hinweg erstrecken, bei dem die Altersverteilung eher als Randthema anzusehen ist. Positiv und zur Nachahmung empfohlen ist sein Angebot, Twitter den Stadtratkollegen zu erklären, um damit die Angst vor dem Medium zu nehmen, die sich aus Unkenntnis gebiert.


17
Dez 09

Die Zeit rast dahin

wikando_weihnachtskarte

Weihnachtskarten im Briefkasten fördern die Erinnerung. Daran, dass ich selbst zu meiner Schande noch keine verschickt habe, ja noch nicht einmal geschrieben habe. Wichtiger ist es aber zu wissen, dass der Absender an einen gedacht hat und nur zu gerne denke ich an die gemeinsamen Momente mit Mirjam und Peter von wikando zurück. Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass wir uns bei einem Interviewtermin kennengelernt haben. Seitdem gab es Autofahrten bei Nacht, Zugfahrten bei Tag und reichlich Gedankenaustausch darüber wie Fundraising im Internet funktionieren kann und wie man mit Social Media das Engagement fördert.

Schön wars, interessant und lehrreich. Weil ich es bis nächste Woche eh wieder nicht schaffe mit den Weihnachtskarten, sende ich an dieser Stelle meine besten Wünschen ans ganze Team von wikando. Allen voran, das sei dem persönlichen Kontakt geschuldet, Mirjam, Peter und Madeleine. Gemeinsam hat wikando im vergangen Jahr Großes geleistet und das wird 2010 bestimmt nicht viel anders sein, wenn wikando mit helpedia gemeinsam mehr bewegt.

Zum würdigen Abschluß sei jedem, der nicht so jahresendtrutschlig ist, wie ich, die Weihnachtsaktion von wikando ans Herz gelegt:
wikando - Weihnachten mehr bewegen!