Posts Tagged: linux


17
Jun 10

LiMux – freie Software für die Stadtverwaltung München

Ein kurze Dokumentation von Simon Tretter über “LiMux“, dem Projekt der Stadtwaltung München, mit dem Ziel auf den ca. 14000 Arbeitplatzrechnern freie Software einzusetzen.


Link zum Video

Das Video ist unter CC by-nc-sa lizensiert.

via netzpolitik.org


16
Jun 10

Linux Fundstücke

Urlaub wäre noch schöner, wenn sich danach nicht ein Haufen Mails sammeln würde, den es aufzuarbeiten gibt. Einfach löschen geht nicht, am Ende geht was Interessantes verloren. Etwa diese beiden Fundstücke zum Thema Linux bzw. Ubuntu.

Das OpenBook “Ubuntu GNU/Linux” von Galileo Press ist ein einer neuen Version erschienen und enthält Ergänzungen zu Ubuntu 10.04 Lucid Lynx. Das Werk gibt es käuflich zu erwerben oder als HTML-Dateien kostenlos zum Download.

Sweet Home 3D ist ein Programm mit der die Inneneinrichtung von Räumen geplant werden kann. Es ist mit Java programmiert und läuft daher auch unter Linux. Mir ist in dem Bereich noch kein Linux-Programm untergekommen, das so einfach zu bedienen gewesen wäre.


22
Nov 09

Chromium OS als virtuelle Maschine installieren

google_chromeWenn Google etwas ankündigt ist die Neugierde üblicherweise groß. So auch beim eigenen Betriebssystem Chromium OS. Das ursprünglich als Chrome OS bezeichnete Betriebssystem ist nach Android das zweite Linuxderivat, das Google veröffentlicht.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Google Produkten, die überwiegend intuitiv zu bedienen sind, ist Chromium OS noch eher eine Bastelbude. Ohne eingehendere Programmierkenntnisse lässt es sich jedenfalls selbst mit der Anleitung nicht installieren. Ein Glück, dass die Netzgemeinde es gut meint und ein VMWare-Diskimage zur Verfügung stellt. Vorausgesetzt VMWare, z.B. der kostenlose VMWare Player, oder Virtualbox ist auf dem Rechner installiert, lässt sich der neue Wurf von Google gefahrlos auf dem eigenen PC bzw. Mac ausprobieren.

Eine englischsprachige Anleitung zur Installation des VMWare-Diskimage mit Virtualbox:

Eine englischsprachige Anleitung zur Installation des VMWare-Diskimage mit dem VMWare Player:


16
Nov 09

WebKit macht den Browsern unter Linux Beine

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Der Webbrowser Firefox ist für seine Geschwindigkeit nicht gerade berühmt. Genug andere Dinge kann man ihm ins Heft schreiben, aber eben was die Performance angeht, ist es ein Leichtes ihm die Butter vom Brot zu stehlen. Als Linuxbenutzer fällt das nicht immer so ins Gewicht, da es lange Zeit an Alternativen gemangelt hat. Neben Opera gab es da höchstens noch die Browser der jeweiligen Arbeitsumgebungen, z.B. Epiphany für gnome und einige sehr schlichte Webbrowser, die zwar schnell aber lange nicht mehr alles das darstellen konnten, was heute auf Webseiten üblich ist. Durch den Apple Browser Safari und Chrome von Google, ist der WebKit als schnelle Alternative zur Gecko Rendering Engine, der Mozilla Foundation, von der auch Firefox stammt, bekannt geworden. Doch obwohl WebKit seine Wurzeln im Linuxumfeld hat, war  dort die Verbreitung bisher gering.

Das könnte sich nun ändern, denn Epiphany nutzt seit seit diesem Jahr WebKit standardmässig, zudem stehen mit Midori und arora weitere WebKit-Browser in der Startlöchern. Alle drei habe ich meinem Rechner installiert und war vom subjektiven Geschwindigkeitseindruck überrascht. Vor allem auf Webseiten, die viel JavaScript verwenden, tritt das deutlich zu Tage. Aber das Gefühl kann auch trügen, deswegen habe ich versucht mit einem Benchmark, ein wenig Objektivität ins Spiel zu bringen. Als Testplattfrom diente ein Asus EeePC 901 (1 GB RAM, 1.6 GHz Atom CPU, 12 GB SSD) mit der Standardinstallation des Ubuntu 9.10 Netbook Remix. Firefox 3.5.4 ist vorinstalliert, Opera 10.01 wurde als Paket heruntergeladen und installiert. Epiphany 2.28.0, Midori 0.1.9 und arora 0.10.1 konnten aus dem Ubuntu Repository installiert werden.

Für die reine JavaScript-Performance dienten die Tests von Dromaeo. Jeder der fünf Browser musste dreimal alle Tests ausführen, aus den Ergebissen wurde der Mittelwert gebildet. Nach jedem Browser-Durchgang wurde das Netbook neu gestartet. Das Ergebnis (höher ist besser):benchmark_browser_performanceEpiphany und Midori führen mit jeweils run 150 runs/s vor arora mit 117 runs/s. Abgeschlagen ist der Firefox mit 60 run/s und Opera mit 50 runs/s ist sogar noch langsamer.

Nächster Testpunkt ist der Speicherverbrauch. Dazu wurde gemessen wieviel Speicher auf dem System mehr verbraucht ist, nachdem der Browser gestartet wurde und 10 definierte Webseiten besucht waren. Wieder gab es mit jedem Browser drei Durchgänge, aus denen der Mittelwert gebildet wurde und das System wurde nach jedem Durchgang neu gestartet. Das Ergebnis (niedriger ist besser):benchmark_browser_memoryDas Bild ist hier etwas anders. Opera schnitt zwar wieder vergleichsweise schlecht ab (196 MB), noch schlechter ist jetzt aber arora, das 230 MB verbraucht hat. Gewonnen haben wieder Epiphany mit 111 MB und Midori mit 122 MB verbrauchtem RAM. Firefox liegt mit etwa 141 MB in der Mitte. Der Speicherverbrauch wurde übrigens mit deaktivierten Plugins gemessen.

Resüme

Das Ergebnis spricht den Zahlen nach eindeutig für Epiphany und Midori. Was beiden noch fehlt sind Plugins. Für beide existiert ein AdBlock-Plugin um unerwünschte Werbung auszublenden, an die Leistungsfähigkeit von AdBlock Plus reichen sie aber noch nicht heran. Mir persönlich fehlt für die tägliche Arbeit etwas wie die Web Developer Toolbar und die Möglichkeit Bookmarks zu synchronisieren. Wo sich Epiphany bei mir schon binnen weniger Tage bewährt hat, ist die Arbeit mit dem WordPress Backend. Midori könnte sich einen festen Platz auf den Netbooks verschaffen, denn neben guter Performance und niedrigem Speicherverbrauch, ist es auch auf der Festplatte sehr genügsam und belegt dort nur 2,3 MB. arora muss wohl noch ein wenig reifen, evtl. schneidet dieser Browser auf einem Linuxsystem mit KDE besser ab, als auf dem gnome-basierten Ubuntu Netbook Remix.