Posts Tagged: fundraising


17
Jun 10

Leidiges Thema Sponsoring

Wenn man gerade selbst auf der Suche nach Sponoren ist, sollte man vielleicht nicht so kritsch sein. Trotzdem sollte man auch beim Geld sein Grenzen kennen, nicht alles was möglich ist, muss auch gemacht werden.

Da ist zum Beispiel die Gemeinde Prien im Landkreis Rosenheim. Der Landkreis gehört zu den gentechnikfreien Regionen und ist durchaus als eher ländlich strukturiert zu bezeichnen. Ist es da unbedingt notwendig, dass sich die Gemeinde Prien von einem Konzern einen Trimm-Dich-Parcour finanzieren lässt, der nicht unbedingt in dem Ruf steht das allerbeste Verhältnis zu allen Landwirten zu haben und der auch keine klare Stellung gegen Gentechnik einnimmt?

Klar, die Kommunen sind klamm und froh über jede Leistung, die nicht aus dem eigenen Haushalt bestritten werden muss. In dem Fall hätte man durchaus etwas mehr Sensibilität erwarten können. In den acht Städten, die seit 2008 einen solchen Parcour finanziert bekommen haben, mag der Zusammenhang nicht ins Gewicht fallen. Wo aber auch nur ein Landwirt im Gemeinderat sitzt sollten die Nebeneffekte aber auch bedacht sein. Immerhin wirbt Müller Milch unter dem Namen “Trimmy” offensiv für das Sponsoring.

Nachdem zwei Gemeinderäte den möglicherweise schwierigen Zusammenhang dargestellt haben, wurde die Baumassnahme gestoppt und soll Ende Juni im Gemeinderat diskutiert werden. Ein wenig spät um aus der Sache mit Anstand herauszukommen, Geschenke schlägt man nicht so leicht aus. Besser wäre sicher es gewesen, sich bei der Bewerbung um den Parcour Gedanken zu machen, aber hinterher ist man ja immer klüger.

via tz-online


25
Jan 10

Fundraising 2.0 Camp: Die Kommunikation macht den Unterschied

fundraising_2.0_camp

Die Überredungskünste haben gefruchtet und so durfte ich letzten Freitag einer der gut 130 Teilnehmer am Fundraising 2.0 Camp sein – es hat sich gelohnt, es war lehrreich und inspirierend. Lehrreich deswegen, weil einem wieder bewusst wird, wie klein die Nische immer noch ist, in der sich die Schnittmenge aus NPO und Social Media bildet. Inspirierend weil man auch als vermeintlich Netzaffiner immer noch was dazulernen kann. Damit die Nische keine bleibt, hat das Fundraising 2.0 Camp geholfen einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Alte Fundraising-Hasen und Digital Natives trafen zusammen und stellten fest, dass sie im Grunde das gleiche Ziel verfolgen, wenn auch noch auf unterschiedlichen Wegen. Erfreulich war, dass das Konzept BarCamp auch in einem Umfeld funktionierte, das sich sonst eher auf Kongressen und Tagungen austauscht. Das lag sicher an der ausführlichen Vorstellung des Konzept, zu Beginn des Fundraising 2.0 Camp. Die Bereitschaft aller Teilnehmer sich kooperativ zu neuen Ufern aufzumachen, bildete einen mindestens ebenso wichtigen Grundpfeiler.

Für mich startete der Tag mit der Session, wie die Zielgruppenansprache auf den jeweiligen Plattformen aussehen muss. Initiator und Fragesteller war in dem Fall ein “alter Hase”, der sich Tipps für den Einstieg in die Social-Media-Welt holte. Weiter ging es mit den “Best of Fundraising 2009″ von Katrin Kiefer und Jörg Reschke, die auch einen Ausblick auf kommende Trends boten. Obwohl Usability und Barrierefreiheit von Webseiten seit jeher ein Thema sind, wird es oft nur stiefmütterlich behandelt. Daher war auch dieses Thema eine lohnende Session. Meinen persönlichen Abschluss bildete eine Einführung in Facebook, die, das haben einige schon leidvoll erfahren, bei mir Tatendrang ausgelöst hat. Eine Session über Zahlen und Fakten zu Social Media und Online-Spenden musste aus Zeitmangel leider ausfallen. Jörg Reschke hat aber die Folien veröffentlicht. Lesetipp!

So es die Zeit zulässt, werde ich zu den Workshops noch etwas schreiben, da sie exemplarisch vor Augen führen wie sich der Paradigmenwechsel zwischen klassischem Sozialmarketing bzw. Fundraising und der Philosophie, die hinter Social Media steckt aktuell darstellt. Denn es geht nicht darum alte Nachrichten auf neuen Wegen bzw. Plattformen zu verbreiten. Vielmehr gilt es die Kommunikation zwischen den Beteiligten (Spender, Organisation, Klient) als offenen Dialog zu gestalten, damit alle an der kontinuierlichen Entwicklung teilhaben können. Web 2.0 und Social Media stellen dafür die Werkzeuge zur Verfügung, die eigentliche Herausforderung geht für die meisten Organisationen aber weit über die rein technische Beherrschung hinaus. Da bietet sich an Lao Tse zu zitieren: “Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt”.

Diesen ersten Schritt haben viele am letzten Freitag getan. Der Dank dafür geht an alle,  die sich auf das Abenteuer eingelassen haben. Allen voran dem Organisationsteam des Fundraising 2.0 Camp für die Initiative und die fabelhafte Durchführung und dem Hub Berlin, das sich wieder als ultimativer Camp-Veranstaltungsort präsentiert hat und natürlich an alle Teilnehmer, die das Experiment gewagt haben. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Sponsoren, ohne sie wäre eine Veranstaltung dieses Formats nicht möglich.


12
Jan 10

Abstimmung über beste Web 2.0 Plattform für Weltretter

Der Glocalist ruft zur Abstimmung über die beste Web 2.0 Plattform für die Weltrettung auf. Zur Auswahl stehen: amazee, betterplace.org, Bürgerwirken, helpedia und wikando. Die Abstimmung läuft noch bis zum 15.1.2010. Wem die Stimmabgabe alleine nicht reicht, kann seine Beweggründe für die Wahl auch an die Redaktion senden. Die besten Begründungen werden veröffentlich und die ersten zehn Einsendungen erhalten kostenlos, ein halbes Jahr lang die digitale Wochenzeitung “Glocalist Review“.

Zur Abstimmung bitte hier lang.


4
Jan 10

Wikileaks braucht Unterstützung

Im vergangenen Jahr dürfte WikiLeaks, mit der Veröffentlichung der Mautverträge, auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden sein. Nicht zuletzt damit hat sich gezeigt, wie wichtig eine unzensierbare Website ist, auf der Whistleblower für geheim erklärte Dokumente veröffentlichen zu können, ohne sich selbst zu gefährden.

Seit wenigen Tagen ist die Webseite wikileaks.org down, stattdessen erscheint ein Aufruf die Organisation zu unterstützen. Gebraucht werden finanzielle Spenden (in Deutschland über die Wau Holland Stiftung), technische und juristische Unterstützung. Gebt euch einen Ruck, auf wikileaks.org stehen die Details. Am 6.1. soll wieder das gewohnte Wiki online sein.

Stefan Mey hat Julian Assange, einen der Macher, zum aktuellen Fundraising von wikileaks.org befragt.


17
Dez 09

Die Zeit rast dahin

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Weihnachtskarten im Briefkasten fördern die Erinnerung. Daran, dass ich selbst zu meiner Schande noch keine verschickt habe, ja noch nicht einmal geschrieben habe. Wichtiger ist es aber zu wissen, dass der Absender an einen gedacht hat und nur zu gerne denke ich an die gemeinsamen Momente mit Mirjam und Peter von wikando zurück. Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass wir uns bei einem Interviewtermin kennengelernt haben. Seitdem gab es Autofahrten bei Nacht, Zugfahrten bei Tag und reichlich Gedankenaustausch darüber wie Fundraising im Internet funktionieren kann und wie man mit Social Media das Engagement fördert.

Schön wars, interessant und lehrreich. Weil ich es bis nächste Woche eh wieder nicht schaffe mit den Weihnachtskarten, sende ich an dieser Stelle meine besten Wünschen ans ganze Team von wikando. Allen voran, das sei dem persönlichen Kontakt geschuldet, Mirjam, Peter und Madeleine. Gemeinsam hat wikando im vergangen Jahr Großes geleistet und das wird 2010 bestimmt nicht viel anders sein, wenn wikando mit helpedia gemeinsam mehr bewegt.

Zum würdigen Abschluß sei jedem, der nicht so jahresendtrutschlig ist, wie ich, die Weihnachtsaktion von wikando ans Herz gelegt:
wikando - Weihnachten mehr bewegen!


14
Dez 09

Fundraising 2.0 Camp

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Social Media öffnet auch fürs Fundrasing neue Möglichkeiten. Das “Fundraising 2.0 CAMP” in Berlin, soll am 22. Januar 2010 dazu eine Plattform bieten.  Organisiert ist es als Open Space, d.h. es existiert keine vorgebene Tagesordnung, stattdessen ist jede/r Teilnehmer/in aufgerufen aktiv einen Beitrag zu leisten. Barcamps, die im Webumfeld bekannt sind, folgen dem gleichen Prinzip. Die Anmeldung ist ab dem 15. Dezember 2009, auf der Webseite “Fundraising 2.0 CAMP” möglich.

Bleiben mir also noch ein paar Stunden, um mir zu überlegen, ob ich teilnehme. Dafür spricht viel: Ein spannendes Thema, das mich beruflich und privat beschäftigt. Coole Location im HUB Berlin. Zwei (Mit-) Organisatoren (Alexa Gröner + Jörg Reschke), die ich vom Socialcamp und der Socialbar kenne. Dagegen die Frage, ob ich nach 8 Stunden Zugfahrt noch die Energie für  8 Stunden Open Space aufbringe. Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust …

via joergreschke.posterous.com