Mythos Objektivität

Webevangelist Thomas Pfeiffer hat sich mit dem bloggenden Journalisten Stefan Aigner auf eine Zigarette getroffen, um sich über dessen regionaler Netzzeitung regensburg-digital.de zu unterhalten. Angeschnitten werden u.a. die Rechtsstreitigkeiten mit dem Waffenhersteller Diehl und dem Möbelkonzern XXXLutz, ausserdem die Frage wie sich solche Regionalblogs finanzieren. Zum Schluß, quasi im Ausklimmen der Zigarette, ging es um die Thematik “Blogger vs. Journalismus”, zu der Stefan Aigner sein persönliches Selbstverständnis darlegte:

Ich stütze mich bei meiner Berichterstattung auf Fakten, die ich recherchiert habe, verfälsche nichts und lüge nicht. Ich erlaube mir aber auch, eine klare Haltung zu vertreten. Das ist legitim und ehrlicher als dem Leser eine Objektivität vorzugaukeln, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Nur weil ein Text sich objektiv liest, ist er das noch lange nicht. Der Kommentar fängt beim Weglassen an und in den traditionellen Medien fehlen häufig ganze Themenblöcke.

Disclaimer: Ich kenne Stefan Aigner zwar nicht persönlich, halte aber regensburg-digital.de, ebenso wie 16 vor aus Trier, für die ins Netz gemeiselten Beispiele, dass lokale/regionale Berichterstattung jenseits der klassichen Medien besser aufgehoben ist.

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