Als vor einigen Tagen die Pressemeldung von codecheck.info kam, dass bald auch mobile Anwendungen verfügbar wären, war ich hellauf begeistert. Denn zu den wenigen wirklich praktischen Dingen, die man mit Smartphones als Android, iPhone und wie sie alle heissen, machen kann, gehört zweifellos sich beim Einkaufen über Produkte zu informieren. Vielen geht es dabei um einen Preisvergleich, mir persönlich ist es wichtiger Informationen über die Inhaltsstoffe zu erhalten. Zwar hat man als bewusster Käufer schon ein Selektionsschema wenn man den Supermarkt betrirtt, manchmal aber sticht auch mich der Hafer und ich möchte etwas neues ausprobieren. Der Reflex bei jedem Griff ins Regal, die Verpackung gleich nach den Angaben zu den Inhaltsstoffen zu prüfen, ist zwar vorhanden, aber man hat einfach nicht immer alle Bezeichnungen parat. Vor allem bin ich mir nie ganz sicher ob auch alles angegeben ist.
Mit codecheck.info ist es schon seit September 2008 möglich eine spezielle Onlineversion der Produktdatenbank zu nutzen, allerdings bietet sie nur eine manuelle Suchfunktion. Mit der seit gestern verfügbaren Android-App von codecheck.info ist es möglich den Strichcode eines Produkts zu erkennen und dann autotmatisch die Produktinformationen abzurufen. Die Inhaltsstoffe werden erklärt und bewertet, etwa wie im oben zu sehenden Beispiel als “unbedingt meiden”, “Gefahrenpotential beachten”, “bedenkenlos”. Unbedingt zu meiden ist im Beispiel der Geschmacksverstärker Natriumglutamat (E621). “Gefahrenpotential beachten” führt z.B. Citronensäure (E330) und Natriumosinat (E631) auf. Als “bedenkenlos” gilt Riboflavin (E101i, Vitamin B2) und Caramel (E150).
Was mir persönlich noch fehlt, oder von mir noch nicht gefunden wurde, ist die Möglichkeit Produktalternativen zu finden, wie es auf der Webseite möglich ist. Eher grundsätzlicher Natur wäre mein Bedarf, wir haben extreme Lebensmittelunverträglichkeiten bei einigen Familienmitgliedern, die Einordung nach dem Gefahrenpotential individuell anzupassen. Aber das soll die Arbeit von codecheck.info nicht schmälern, ich halte es nach wie vor für die beste Produktinformationsplattform im deutschsprachigen Raum.
Wer sich für das Thema Produktdatenbanken interessiert, sollte unbedingt einen Blick auf “Buy It Like You Mean It” und “GoodGuide” werfen. “GoodGuide” war 2008 bei der TechCrunch50 vertreten, die Vorstellung des Konzepts gibt es als Video. “OpenTrace” war 2008 ebenfalls ein Stern am Himmel der Produktdatenbanken, kam dann aber leider nicht aus den Puschen.
Apropos Android, ich arbeite mich da erst so richtig ein, Anwendungen, die mir nützlich erscheinen, trage ich einer Wiki-Seite zusammen.


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