Kommen ‘se rein, können ‘se rausschauen

Ich höre schon die Rufe: “Nein, nicht noch ein Blog!” Doch es muss sein. Nachdem ich vor einigen Jahren mein persönliches Blog, zugunsten der Farmblogger eingestellt habe, hat sich das positiv auf meine Freizeit und die Zugriffszahlen der Farmblogger ausgewirkt. Wurde aber mit zwei Nachteilen erkauft, die mir zunächst gar nicht so bewusst waren. Das Themenspektrum ging in die Breite und für viele Leser schwand der persönliche Bezug zu mir. Das hatte mitunter schizophrene Züge, denn obwohl renomierter “Farmblogger” und mit einiger praktischer Erfahrung in der Landwirtschaft ausgestattet, liegt meine eigentliche Profession auf einem anderen Feld.

Mein durchaus erfüllender Brotjob ist die Arbeit als IT’ler und Autor. Erfüllend in zweiferlei Hinsicht, zeitlich und vor allem gedanklich. Das hat sich im letzten Jahr weiter verstärkt, nachdem ich die Elternzeit beendet habe und wieder im “normalen” Erwerbsleben stehe. Der letzte Schubs kamm dann auf dem Socialcamp, genauer geasgt bei der Session “Am Anfang war es Liebe”, bei der es um die Tücken des Projektmanagements ging. Aus meinem beruflichen Alltag könnte ich da wahrscheinlich Bücher füllen, zum Glück tun es heutzutage auch Blogs. Thematisch wäre dafür bei den “Farmbloggern” einfach kein Platz, auch wenn es hinsichtlich Reichweite dort einfacher wäre Leser zu finden.

Was die Zugriffszahlen angeht ist, ein neues Blog ein Wagnis. Erst recht vor dem Hintergrund, der Masse an Lesern bei den “Farmbloggern“, dort sind es täglich mindestens 500 unique visitors und die Zahl steigt bei hoher Artikelfrequenz auf 1300 bis 1800 an. Das ist für ein Blog nicht schlecht, auch wenn es damit nicht zum Alpha-Status unter den Bloggern reicht. Das ist auch nicht das Ziel und mein Experiment mit BioEmma hat gezeigt, dass neue Blogs relativ schnell ansehnliche Zugriffszahlen erreichen, vorausgesetzt die Themen stimmen. Bei meinem anderen Baby, die SmüPedia, ein Regionalwiki für den Raum Schwabmünchen, wächst die Zahl der Leser auch stetig. Bei bloggertreffen.org ist es unterm Jahr eher ruhig, rund um die BioFach geht es dort dann rund. Auch hier ist der Inhalt entscheidend, der eben nur für einen gewissen Zeitraum interessant.

Womit ein weiteres Ziel dieses Blogs am Horizont erscheint. Nämlich meine mittlerweile zahlreichen Aktivitäten im Social Web an einem Ort zusammenzuführen, also das was unter  dem Begriff “Lifefeed” zu verstehen ist. Dafür gibt es zwar einige Dienste im Netz, die das ebenfalls bewerkstelligen, z.B. friendfeed.com, ich hege da allerdings eine gewisse Skepsis was die Lebensdauer angeht. Und für jemanden der sich auch mal auf etwas unbekannteren Plattformen wie z.B. ipernity tummelt, ist der Funktionsumfang nicht immer so vollständig, wie für die Platzhirschen.

Wie sich dieses Blog thematisch ein- und abgrenzt, wird sich erst im Laufe der Zeit entwickeln. Auch wenn ich meinen Kunden dazu rate ein Blog zunächst konzeptuell zu entwickeln, neige ich selbst eher zum Experiment. Das würde ich gerne auch meinen Kunden nahelegen, dort sind allerdings die Ressourcen typischerweise begrenzt und ein gewisse Scheu vor dem Misserfolg ist auch nicht unüblich. Zumindest letzteres schreckt mich nicht, da auch es auch noch einige technische Dinge zu lösen gibt, allen voran das Design. Das Template cleanr kommt mir zwar mit seiner Schlichtheit sehr entgegen ist aber für Langschreiber wie mich eher ungünstig und übersetzen sollte ich es auch.

Als denn, auf an’s Werk.

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4 comments

  1. Dann mal wieder herzlich willkommen in der Bloggerwelt und toi, toi, toi!

  2. [...] bereits erwähnt, ist diese Session nicht ganz unschuldig an diesem Blog. Sebastian Metzger lud zum [...]

  3. Weil Du es halt nicht lassen kannst … . Viel Erfolg wünsch ich – mit wenig Aufwand.

  4. @Manuel:
    Aus so berufenem Munde, muss das ja was werden.

    @herwig:
    Danke! Mit der Zeit ist es wie mit dem Geld, wenn man keine(s) hat, ist es sowieso egal ;-)

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