Dummerweise ist das Bild etwas zu groß, um es bei der e-miglia mitzunehmen. Trotzdem es eine entzückende Idee, die sich meine Familie hat einfallen lassen und bekommt einen Ehrenplatz im Büro. Wem das künstlerlische Talent nicht so beschieden ist, kann sich ja einen Supporter-Button auf die Webseite packen.
Umwelt
27
Jul 10
Das e-miglia-Twike ist da!
Noch eine Woche, dann fällt der Startschuss zur e-miglia 2010. Das Twike mit dem Jürgen Putzer und ich dort starten werden, haben wir gestern abgeholt. Diese Woche dreht es noch seine Runden in Hersbruck und dann geht es auf nach München zur technichen Abnahme.
Dieses Mal keine Kalauer über sich hineinzwängende lustige Schwaben, wir waren zwar fröhlich gestimmt, bestiegen unser Elektro-Rallye-Gefährt aber durchaus elegant
23
Jul 10
Elektromobile Fundstücke II
Der Umbau eines VW Polo zum Elektroauto Polo Zero als Video:
Das ist jetzt vielleicht nicht unbedingt die Technik, mit der man in Zukunft mit Strom unterwegs sein wird, zeigt aber deutlich, dass es geht, wenn man nur will. Was die großen Autohersteller aktuell vorführen ist ja auch nichts anderes als herkömmliche und viel zu schwere Fahrzeuge mit Batterien und einem Elektromotor auszustatten. Mit dem einzigen Unterschied, dass sie versuchen es als Innovation zu verkaufen und das lange Zögern beim Thema Elektromobilität mit hohem Entwicklungsaufwand rechtfertigen. Nix fur ungut, aber bei den Ressourcen, die in der Autobilindustrie sowohl personell, wie auch finanziell vorhanden sind, wäre mir das ja peinlich, wenn mich ein “Hinterhofbastler” derart vorführen würde.
Vielleicht ist es ja auch ganz gut, wenn die nächsten Schritte hin zu zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten von Köpfen ersonnen werden, die sich nicht von den diversen Abhängigkeiten der Industrie und Politik leiten lassen.
21
Jul 10
Crowdsourcing für Nachhaltigkeit
Vor ein paar Wochen erhielt ich eine Mail von Anne Wiechmann, Lehrerin am Berufskolleg Barmen, Europaschule in Wuppertal. Sie ist gerade dabei, zusammen mit ihren Schülern, ein Spiel zum Thema Nachhaltigkeit zu entwickeln und bat mich um Tipps, wo sie weitere Informationen dazu finden könnte.
Wenn es etwas gibt, wofür ich das Netz liebe, dann sind solche Zufallsbekanntschaften. Dumm nur, dass ich in dem Fall einfach nicht weiterhelfen kann. Meine Fertigkeiten was Spiele angeht beschränkt sich auf das Lesen von Anleitungen und da bin ich Danke meines Sohnes z.Z. eher auf Memory konditioniert. Nachhaltigkeit trifft meine Kompetenzen da schon besser, aber das komplexe Themenfeld so weit aufzubereiten, dass Jugendliche einen einfachen Zugang bekommen, ist wieder eine andere Sache.
Was tut man, wenn man selbst nicht mehr weiter weiss? Genau, man fragt jemand der sich damit besser auskennt. Da mir spontan niemand einfiel, schlug ich Anne vor, dass sie ihr Anliegen in einem Blog-Artikel darstellt, zu dem andere dann als Kommentar oder Mail ihre Ratschläge formulieren können. Beim Thema Nachhaltigkeit lag es nahe, das Nachhaltigkeitsblog als Plattform zu nehmen und herwig Danzer war sofort damit einverstanden.
Das Resultat steht jetzt also im Nachhaltigkeitsblog unter Überschrift “Hilfe für Nachhaltigkeitsspiel gesucht” zu lesen und wer eine gute Idee dazu hat, kann sich den Kommentaren dazu einbringen. Selbstverständlich nützt es auch wenn das Thema in anderen Blogs aufgegriffen wird. Ich halte das Spiel für eine gute Idee, nicht nur für die Schüler, die es dann produzieren wollen und die Kinder, die damit spielen. Vielleicht ist es ja auch eine Keimzelle für ähnliche Projekte und gemeinsam geht es immer noch am besten.
17
Jul 10
Zukunft trifft Vergangenheit
Eine zufällige Begegnung heute Mittag in Schwabmünchen. Ein freischgebackener Twikefahrer hat seine erste längere Ausfahrt vom Ammersee hierher unternommen. Während wir uns über sein Twike und die für mich anstehende e-miglia unterhielten, parkte auf der anderen Straßenseite eines dieser spritfressenden Ungetüme ein. Verglichen mit dem Twike wirkt das Pseudo-Militärfahrzeug nicht nur der Grösse nach ein Dinosaurier. Auch die Ideologie mit viel zu starken Motoren, viel zu viel wuchtiges Blech zu transportieren ist ein Kind der Vergangenheit.
Immerhin, insofern hat schon ein Umdenken eingesetzt, mehr Aufmerksamkeit bei Passanten, hatte eindeutig das Twike.
6
Jul 10
e-miglia 2010: Teilnehmer stehen fest
So wird dann also mein Arbeitsplatz vom 3. bis 6. August aussehen. Denn seit heute ist das Teilnehmerfeld der e-miglia 2010 bekannt und es steht fest, dass wir (Jürgen Putzer und ich) mit dem Twike über die Alpen fahren werden. Los geht es am 3. August in München, beim TÜV Süd in der Ridlerstr. 57 und am Ziel in Roverto kommen wir dann am 6. August an.
2
Jul 10
TW4XP in der Endrunde des Automotive X Prize
Nicht nur bei der Fußballweltmeisterschaft geht es Richtung Endspiel, auch das Team TW4XP hat beim Progressive Automotive X Prize die Endrunde erreicht. Das TW4XP ist wenn man so will das jüngere Geschwister des Twike, mit dem wir an der e-miglia 2010 teilnehmen.
Der Progressive Automotive X Prize ist ein Wettbewerb zur Entwicklung eines seriennahen Fahrzeugs mit extrem niedrigem Verbrauch. Den Gewinnern winken Preisgelder in Höhe von insgesamt 10 Mio. US $. Voraussetzung ist ein Energieverbrauch von weniger als 10kWh pro 100 km, das entspricht 2,35l Benzin pro 100km, eine Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h und eine Reichweite von mind. 160 km.
Um das jetzt schon einmal zu dokumentieren, die e-miglia 2011 möchte ich mit dem TW4XP fahren
24
Jun 10
e-miglia 2010: die Geschichte nimmt Fahrt auf
Jetzt ein Tusch! Das Gefährt mit dem wir an der e-miglia 2010 teilnehmen wollen steht fest. Es wird ein Twike sein. Der Hersteller, die FINE Mobile GmbH, stellt uns für die e-miglia 2010 eines der dreirädrigen Elektrofahrzeuge zur Verfügung.
Damit geht ein Wunsch in Erfüllung, denn eigentlich will ich so ein Twike schon lange vor der Türe stehen haben. In meiner Vorstellung von Mobilität der Zukunft, nehmen Leichtbaufahrzeuge wie das Twike einen entscheidenden Platz ein. Mit ihnen können die alltäglichen Strecken mit vergleichsweise wenig Zuladung absolviert werden. Für weitere Strecken gibt es ja die Bahn und wenn es gilt Material zu transportieren hilft Car-Sharing weiter. Vergleicht man das mit dem, was sonst so auf unseren Straßen unterwegs ist, dann zeigt das Twike allen eine lange Nase, die behaupten mit weniger als anderthalb Tonnen sei keine zivilisierte Fortbewegung möglich. Dabei ist das Twike nicht erst seit gestern seiner Zeit voraus, es wird bereits seit 1996 produziert.
Vor der Türe steht das Twike damit zwar immer noch nicht, aber immerhin darf ich ein paar Tage damit fahren. Vorausgesetzt unsere Sponsorensuche verläuft erfolgreich. Damit sind wir zwar schon einen Schritt weiter, aber leider noch immer nicht am Ziel. Unsere mediale Präsenz haben wir schon erweitert. Mit anders-unterwegs.de steht die Webseite bereits, auf der wir unsere Erlebnisse von der e-miglia 2010 veröffentlichen werden. Ein Twitteraccount @AndersUnterwegs und eine Facebook-Fanseite stehen auch schon bereit.
20
Jun 10
Starrheit und Denkfaulheit
Ohne Zweifel brauchen wir Wissenschaft und Technik, um die Probleme unserer Welt zu lösen. In Zukunft eher noch mehr. Aber wir können keine Technik brauchen, die das Maß der Menschen sprengt. Deshalb bin ich für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie, Ich suche eine menschengerechte Technik. Es ist nicht technikfeindlich, wenn ich aus der Atomkraft raus will; technikfeindlich ist der, der meint, wir könnten auf keinen Fall ohne Atomkraft leben. Wirklichen Fortschritt setzt derjenige durch, der zu neuen Ufern aufbricht. Unsere industrielle Zukunft gestaltet nicht derjenige, der mit Starrheit und Denkfaulheit an dem Atomkurs festhält.
Das schrieb 1986 Volker Hauff in seinem Buch “Energie-Wende”.
Volker Hauff gehörte in den 80er Jahre nicht etwa zu den sog. “grünen Spinnern”, sondern war etablierter SPD-Politiker. Von 1978 – 1982 gehörte er als Bundesminister, erst für Forschung und Technologie und dann Verkehr, der Regierung an. 1989 – 1991 folgte noch eine Zeispanne als Oberbürgermeister von Frankfurt am Main. Als der Rat der Nachhaltige Entwicklung 2001 gegründet wurde, wurde Hauff zum Vorsitzenden berufen. Dieses Amt hatte er bis zum Mai 2010 inne.
In “Energie-Wende” beschreibt Volker Hauff einen 10-Jahres-Plan zum Ausstieg aus der Kernenergie. Rechnen wir das mal kurz durch: 1986 + 4 Jahre politisches Geplänkel + 10-Jahres-Plan -> 2000. D.h. seit 10 Jahren könnte das Thema Kernenergie erledigt sein, ganz ohne die Horroszenarios von Stromknappheit, die uns die Atomlobby heute noch verkaufen will. Stattdessen laufen die Energieriesen Amok weil sie ihre Profite durch die Brennelementesteuer gefährdet sehen. Um Volker Hauff da noch einmal zu zitieren: “Zukunft gestaltet nicht derjenige, der mit Starrheit und Denkfaulheit an dem Atomkurs festhält”




















